Oö. Landes-Feuerwehrverband
  • technische einsätze

  • brandeinsätze

  • FLUGHELFER einsatz

  • WASSERDIENST

  • SPRENGWESEN

Aktuelle Einsätze in se

Ausbildungsprüfung für Feuerwehrboote des NÖ Landesfeuerwehrverbandes in der Stufe SILBER erfolgreich abgelegt

STEYR-LAND. Am Nationalfeiertag, den 26.10.2016, konnten der OÖ. Landes-Wasserwehrbewerbsleiter BR Günter UNTERHOLZER und sein Stellvertreter ABI Walter HEUBUSCH als erste Feuerwehrmänner aus OÖ die Ausbildungsprüfung für Feuerwehrboote des NÖ Landesfeuerwehrverbandes in der Stufe SILBER ablegen.

Bereits am Vortag ging es nach Klosterneuburg, wo noch einige Übungsfahrten zur Perfektionierung der Fahrtechnik und des Wissens durchgeführt wurden.Über Einladung des NÖ Landes-Wasserwehrbewerbsleiters und Kommandanten der FF Klosterneuburg, BR KommR Josef ANGELMAYER, fanden dann am Nationalfeiertag die Ausbildungsprüfungen in Bronze, Silber und Gold statt.

Unter anderem nahmen auch der Landes-Wasserwehrbewerbsleiter der Steiermark, BR  Mag. Max AUFISCHER und sein Stellvertreter BM Robert ZACH an dieser Ausbildungsprüfung aktiv teil.

Auf der Donau ging es vormittags zur selektiven Prüfungsfahrt, welche sich in 11 Stationen gliederte:

So musste von der Schiffsbesatzung (jeweils 1 Schiffsführer/BR Günter Unterholzer und 2 Bootsmänner/ABI Walter Heubusch + OBI Josef Wiesinger v.d. FF Gars am Kamp) vor dem Auslaufen eine genaue Überprüfung der gesamten Beladung und Ausrüstung erfolgen. Anschließend wurde die Aufgabe des Schiffsführers, die ordnungsgemäße Inbetriebnahme des Wasserfahrzeuges, (A-Boot oder FRB/Feuerwehr-Rettungsboot) vom Hauptprüfer bewertet.

Nach dem richtigen Ablegen und der Ausfahrt aus dem Hafen, wo zuvor eine Metall-Boje aufgenommen worden war,  galt es diese mittels Ankerkette und Seil so in der Donau zu verankern,

dass die Boje an einem zuvor dem Hauptprüfer bekannt gegebenen Punkt zu schwimmen kam (mit max. Abweichung einer Bootslänge!). 

Als dies geschafft war, wurde ein „Mann über Bord“ Manöver mit einer ca. 40-50 kg schweren Puppe durchgeführt. Auch hier war die Abfolge der richtigen Maßnahmen und Handgriffe entscheidend. 

Als nächstes Kriterium galt es eine am Ufer befestigte Holzzille anzusteuern und diese in weiterer Folge am Feuerwehrboot längsseits so zu verheften, dass ein Koppelverband entstand.

Dieser Koppelverband wurde in weiterer Folge zur Metallboje gefahren und dort angelegt.

Über 30 Sekunden hinweg musste der zuvor gesetzte Anker bzw. die Boje halten und es durfte maximal eine Abweichung der Höhe von ca. einer Bootslänge entstehen. 

Anschließend wurde die Metallboje wieder eingeholt bzw. der Anker von den beiden Bootsmännern geborgen. Nach dem Zurückbringen der Zille bzw. Entkoppeln des Verbandes ging es zurück in den sicheren Hafen. Auch hier wurden die richtigen Handgriffe und die Reihenfolge der Verheftung des Wasserfahrzeuges überprüft.

Abschließend wurden noch die erforderlichen Eintragungen im Bordbuch und das Sichern des Bootes unter den strengen Augen des Hauptprüfers vorgenommen. Alle angeführten Aufgaben unterlagen keinerlei Zeitdruck, sollten jedoch innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens (max. 1 Stunde Zeit) erledigt werden.

In Summe ein gelungene Ausbildungsprüfung, bei der nicht nur die Einsatzbereitschaft der Ausrüstung und die notwendigen Tätigkeiten der Schiffsbesatzungen überprüft werden, sondern sich auch klare Vorteile für den praktischen Bootseinsatz im Ernstfall ergeben.